domingo, 21 de mayo de 2017

Untertreibung des Jahres

"Der deutsche Parlamentarismus, sie haben es vielleicht bemerkt, ist nach dem zweiten Weltkrieg nicht wirklich reich an großen Reden." -Andreas Sentker

viernes, 19 de mayo de 2017

Abschied vom Prinzipiellen, Odo Marquard.

N.B.: Manche Zitaten sind nicht exact abgeschrieben, und wenn ich den Text zu schwer zu verstehen fand, las ich es auf Englisch oder auf Spanisch

Abschied vom Prinzipiellen


Abschied vom Prinzipiellen

Erfahrung – Lebenserfahrung ist für die Philosophie unersetzlich. Erfahrung ohne Philosophie ist blind, Philosophie ohne Erfahrung ist leer: man kann keine Philosophie wirklich haben, ohne die Erfahrung zu haben, auf die Sie die Antwort ist.

Nachträglicher Ungehorsam

Freud: der Begriff des „nachträglichen Gehorsam“. Compensar matar al padre mediante obedenciéndole posteriormente.
Nachträglich = subsiguiente
Es gibt keine Nichtverschlechterungsgarantie.
Man braucht das Gewissen nicht mehr zu haben, wenn man das Gewissen wird.
Das Tribunal, dem man entkommt, indem man es wird.

Skepsis und Endlichkeit.

Je mehr man sie an einer den Denkfronten konzentriert, desto leichter kommt die Naivität zum Sieg an den anderen.
Gerade diese Wende zur Skepsis jedoch wiederholt und bekräftigt – mußte skeptischer werden in Bezug auf sich selber: ins besondere angesichts des unbehaglichen Verdachts, sie wirke als indirekte Ermächtigung von Weltververbesserungsillusionen.
Darum wurde es fällig, ihr Illusionspotential zu reduzieren […] und die Skepsis umzudefinieren als einer Philosophie der Endlichkeit.
Die Bereitschaft gemäß den „Sitten der Väter“ zu leben, wo es keine zwingenden Gründe fürs Abweichen gibt - nach Üblichkeiten zu handeln.
Das Leben des Menschen ist stets zu kurz, um sich vor dem, was er schon ist in beliebigen Umfang durch Ändern zu lösen; er hat schlichtweg keine Zeit dafür.
Darum muß er stets überwiegend das bleiben, was er geschichtlich schon war: er muß anknüpfen. Zukunft braucht Herkunft.
Die Beweislast hat der Veränderer. Indem sie diese Regel übernimmt, die aus der menschlichen Sterblichkeit folgt, tendiert die Skepsis zum konservativen.
Man schneidet nur, wenn man muß, wenn zwingende Gründe vorliegen.
Übertribunalisierung der Wiklichkeit.
Weil wir zu schnell sterben für totale Änderungen und totale Begründungen, brauchen wir Üblichkeiten.
Die Skeptiker sind also gar nicht die, die prinzipiell nichts wissen; sie wissen nur nichts Prinzipielles: die Skepsis ist nicht die Apotheose der Ratlosigkeit, sondern nur der Abschied von Prinzipiellen.
El principio transforma la realidad en lo contingente, inentendible e injustificable
Das Prinzipielle ist lang, das Leben kurz, wir können mit dem Leben nicht warten auf die prinzipielle Erlaubnis, es nunmehr anfangen und leben zu dürfen; denn unser Tod ist schneller als das Prinzipielle: das eben erzwingt den Abschied von Prinzipiellen.
Darum muß der endliche Mensch einstweilen [mientras tanto], in provisorischer Moral, aber jedenfalls bis zu seinem Tod.
Aus Kontingenzen zu leben, d.h., ein Schicksal zu haben ist – wegen ihrer Sterblichkeit, für die Menschen unvermeidlich.
All diese Überlegungen verabschieden die prinzipiellen Philosophie, aber sie verabschieden nicht die unprinzipielle Philosophie: die Skepsis
Sie verabschieden für die Menschen die prinzipielle Freiheit, aber nicht die wirkliche Freiheit, die im plural: die Freiheiten
Freiheiten entstehen durch Gewaltenteilung
isosthenes diaphonia: colisión de dos convicciones opuestas
No perplejidad absoluta
Hermeneutik ist die fpr Menschen lebensnotwendige Kunst sich verstehend in Kontingenzen zurechtzufinden.
Lesen und lesen lassen“.
»Das Leben« - sagt ein Sprichwort - »ist schwer, aber es übt«: vor allem trainiert es - more scepticoZufriedenheiten damit, daß es endlich ist.

Inkompetenzkompensationskompetenz. Über Kompetenz und Inkompetenz der Philosophie.

Bei einem chinesischen Henkerwettstreit - so wird erzählt - geriet der zweite Finalist in die Verlegenheit, eine schier unüberbietbar präzise Enthauptung durch seinen Konkurrenten, der vor ihm dran war, überbieten zu müssen. Es herrschte Spannung. Mit scharfer Klinge führte er seinen Streich. Jedoch der Kopf des zu Enthauptenden fiel nicht, und der also scheinbar noch nicht enthauptete Delinquent blickte den Henker erstaunt und fragend an. Drauf dieser zu ihm: Nicken Sie mal.
Philosophenprofis
Die Philosophiegeschichte ist der Gerschichte der Reduktion der Kompetenz der Philosophie.
Erst war die Philosophie kompetent für alles, dann war die Philosophie kompetent für einiges; schließlich ist die Philosophie kompetent nur für eines: nämlich für das Eingeständnis der eigenen Inkompetenz.
Philosophie: Die Altersweisheit der noch nicht Alten.
Residualkompetenzen:
Die Geschichte der Philosophie.
2.
die Flucht aus dem Gewisehaben in das Gewissesein.
Jemand, der Gewissen wird, kann sich dadurch die Notwendigkeit ersparen, Gewissen zu haben.
Darum wählt die Kritik den Ausweg, dabei nicht der Angeklagte zu sein, sondern der AnklÄager; sie entlasstet sich, indem sie richtet, um nicht gerichtet zu werden.
Die Philosophie als Kritik wird das absolut Unanklagbare.
Die Philosophie hatte Geweissen. Stattdessen „ist“ die nun Gewissen, und zwar das absolute.
Pues lo que no está con la crítica está contra ella, y por ende es pecaminoso. Así, en ese trance bacántico en cuyo éxtasis no se permite a ningún miembro hurtarse a la ebriedad, resultan excomulgadas las partes que permanecen sobrias. Las ciencias vuelven a ser potencialmente heréticas: sus investigadores y resultados se someten de nuevo a una censura en nombre de la salvación. Haberse librado de todo ello: tal fue el sentido de la modernidad; rehabilitalo es el signo de la contramodernidad. A ese precio busca la filosofía. Bajo la rúbrica de la crítica, competencia absoluta de carácter dogmático.
Schlüsselgewalt. Poder de las llaves: competencia para perdonar pecados.
Tal vez hoy en día la filosofía no tenga ninguna posibilidad de dejar de ser un redimiento fallido; tal vez solo posea la posibilidad de confesárselo.

Der Angeklagte und der entlastete Mensch in der Philosophie des 18. Jahrhunderts.

Einer Neubestimmung des Menschen
homo progressor et emancipator
homo naturales et individualis
homo sensibilis et genialis.
These: Dieser Neubestimmung des Menschen gehört zum Phänomen einer Flucht aus der gerade dort einsetzenden „Übertribunalisierung“ der Menschenwelt: sie sind Versuche ihrer Kompensation durch „Ausbruch in die Unbelangbarkeit“.

Homo compensator

El sabio es el individuo que sabe vivir de forma mesurada, domina la capacidad de compensar males mediante comodidades. Cicero“

Übertribunalisierung.

Der Teufel als genius malignus wird zu einem fiktiven Kniff im Kontext des methodischen Zweifel.
Dios debe ser liberado de su papel demiúrgico a favor de su verdad.
Con el motivo de exonerar a Dios se proclama al hombre creador.
Exoneración por negación de su existencia.
Der Mensch wird der Erbe der Funktionen Gottes: nicht nur seiner Funktion als Schöpfer. Sonder auch seiner Funktion als Angeklagter der Theodizee.
El hombre, acusado de los males mortales, comparece ante untribunal perpetuo, cuyo fiscal y juez son el hombre mismo, de tal modo que se ve presionado a justificarse y coaccionado a legitimarse absolutamente.

Ausbruch in die Unbelangbarkeit (als Anstwort auf die Hzpertrophie des Legitimationszwangs)

Anonymitätsbedarfs. Unidentifizierbar und darum für Legitimationsfraen unerreichbar.
Indidualität: Individuum est ineffabile.
Enthusiasmus der Abwesenheit: Reise.
Unbelangbarkeit durch Krankenheit.
Durch Wahnsinns
Autonomie der Kunst.
Proklamation von Grund und Menschen rechten.

Flucht ins Gewissensein und ihr Kollaps.

Si uno monopoliza el papel de acusador absoluto, entonces otros hombres devienen acusados.
El inculpado es el que no representa la vanguardia.
El acusador deja de compadecer ante el tribunal en tanto que encarna su máxima instancia.
Evasión hacia la inimputabiliad en tanto que se aumenta la de otros.
Man entkommt dem Tribunal, indem man es wird.

Ende des Schicksals.

Es gibt kollektive Schicksale: die Sinflut, alle ertrinken. Es gibt individuelle Schicksale: die Sinflut, Noah überlebt.
Die herrschende Meinung – herrschend in dem Sinne, daß jeder, der gegen sie auftritt, a priori die Beweislast zu haben scheint, ist daß alles machbar ist.
Aber wegen der Unverfürbarkeit der Vorhaben gibt es Schicksal.
Die Beweislast hat der Veränderer: Unfreiwilligen Konservativismus aus KomplexitÄat.
[Chesterton's fence]
Jein Mensch kann absolut von vorn anfangen, jeder muß an das anknüpfen, was schon da ist: Zukunft braucht Herkunft.
El hombre tiene destino, pues no puede controlar ni sus antecedentes ni las consecuencias de sus actos. Adicionalmente, es mortal y por tanto no tiene tiempo para fundamentar principios.
Man versucht Entäuschungen durch die Kunst des Ignorierens zu vermeiden.

Lob des Polytheismus

Eulen nach Athen tragen.

1. Zweifel am Striptease

Diese Geschichte des Prozesses der Entmythologisierung ist – meine ich – selber ein Mythos.
Mythen sind Geschichten.
Wir Menschen sind immer in Geschichten verstrickt [enredados]
Freiheit: was wir nicht ändern können, wenigstens zu erzählen und umzuerzählen.
Ist es nicht so, daß das Erzählen von Geschichten aufhört, sobald man wirklich weiß? Müssen nicht dort, wo die Wahrheit auftritt, die Mythen verschwinden?
Mythen sind doch in die noch leere Stelle der Wahrheit eingetreten, aber das ist einer Zweckentfremdung.
Denn Mythen sind keine Vorstufen und Prothesen der Wahrheit, sondern die Mythische Technik – das Erzählen von Geschichten – ist wesentlich etwas anderes, nämlich die Kunst die vorhandene Wahrheit in die Reichweite unserer Lebensbegabung zu bringen.
Da ist nämlich die Wahrheit in der Regel noch nicht, wenn sie unbeziehbar ist.
Geschichten erzählen Wahrheiten in unsere Lebenswelt herein.
Eines ist die Wahrheit, ein anderes, wie sich mit der Wahrheit leben läßt. ++
Das Wissen ist nicht das Grab, sondern das Startloch der Mythologie. Denn wir brauchen zwar die besprochene, aber wir leben in der erzählten Welt.
Drum eben gilt: es geht nicht ohne Mythen. Wir können die Geschichten nicht loswerden; wer es trotzdem glaubt, betrügt sich selber.

2. Monomzthie und Polymythie.

Gefährlich ist der Monomythos, ungefährlich sind die Polymythen.
Freiheit durch Interferenzen: Spielraum.
De los progresos, el progresos, de lo las libertades, la libertad, de las revoluciones, la revolución, e incluso de las historias, una historia. El mito de la causa.
Spielraum
As long as in polytheism many gods were powerful, individuals had latitude by virtue of the fact that they could always be excused in relation to one god, by the service they owed another one.
But as soon as only a single god rules, humanking has to enter God’s total service and totally obey.
Stories, as incorrigible mischief-makers, are a priori not admitted, because in tehm persons narrate rather than coming to agreement.
Die Geschichten müssen wieder zugelassen werden.

sábado, 13 de mayo de 2017

Die Schlagfeld

Wenn ich Texte wie Der brutale Weg zur Freiheit lese, der wie folgendes anfangen:
Kiew, Maidan, da wo vor gut drei Jahren angeschossene Demonstranten am Boden verbluteten und Halbtote die Straße hinauf in die Lobby des Vier-Sterne-Hotels Ukraina getragen wurden, genau da wird jetzt Softeis geschleckt. Paare stehen hier, die schmusen, und ein paar Straßenmusiker, die musizieren. Einer spielt Geige: Hallelujah von Leonard Cohen.
Dann erinnere ich mich an syntaktische Reife [madurez sintáctica, eine Übersetztung die ich suchen musste]. Die Unterschied zwischen "Ein Mann war politiker. Er hatte eine Frau und zwei Kinder. Er war glücklich" und "Ein Politiker, der eine Frau und Kinder hatte, war glücklich." wird mir klar. Ich fühle die Grenzen die ich habe, wenn ich auf Deutsch spreche oder schreibe.

lunes, 8 de mayo de 2017

Tatort

Ich weiss nicht was ich eigentlich über Tatort schreiben will. Ich finde lustig, dass dieselbe Folge sowohl als "Sadistische Morde & ein Familiendrama" als auch als "[endlich wieder] ein normaler Tatort" beschrieben wird.

Der Film Weil sie böse sind fand ich prima. Es geht um einen Vater, der ein riesig Arschloch ist. Als er ermordet ist, hilft sein Sohn dem Mörder, die Polizei zu entgehen.

domingo, 30 de abril de 2017

Ein Gedicht

Ich verstehe nicht alles, aber ich finde es trotztdem wunderschön:

Schließ Aug und Ohr für eine Weil
vor dem Getös der Zeit.
Du heilst es nicht und hast kein Heil
als wo dein Herz sich weiht.

Dein Amt ist hüten, harren, sehen
im Tag die Ewigkeit.
So bist du schon im Weltgeschehen
befangen und befreit.

Die Stunde kommt da man dich braucht,
dann sei du ganz bereit.
Und in das Feuer das verraucht,
wirf dich als letztes Scheit.

viernes, 28 de abril de 2017

„Die neuen Juden Europas“, von Eyüp Can.

„Die neuen Juden Europas“

Bis zur Mitte des 20.Jahrhunderts war es nicht gerade leicht, Jude zu sein. Es genügt nicht, die bitteren Geschichten der in vielen Ländern – allen voran Nazideutschland – Völkermorden ausgesetzten und vom Rest der Bevölkerung ausgeschlossenen Juden und die zu dieser Zeitspanne gehörende Geschichte der Menschheit zu erzählen.

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In der vom Exil geprägten Geschichte der Juden sehen wir, dass die spanischen Juden, die ‚Sefarden', die 1492 aus Spanien vertrieben wurden, vom Osmanischen Reich aufgenommen wurden. Ungefähr viereinhalb Jahrhunderte später war es die junge Türkische Republik, die in den Jahren 1933–1945 den Intellektuellen, denen es gelungen war, den Massakern in Deutschland zu entkommen, ihre Türen öffnete. Die Geschichte dieses Exils findet sich in dem dieser Tage vom Günizi Verlag herausgegebenen Buch mit dem Titel ‚Exil unter dem roten Halbmond'.

Nach dem großen Massaker, bei dem Europa sich von seinen Juden zu säubern versuchte, gibt es 5200000 Türken, die jetzt die neuen Juden sind. Obwohl sich unter diesen unseren Menschen, die sich seit 47 Jahren in der Mitte und im Westen des alternden Kontinents niederlassen, 125000 Unternehmer befinden, die einen Umsatz von 45 Milliarden Euro machen, sehen sie sich einer Diskriminierung und Ausgrenzung ausgesetzt, der schon die Juden, wenn auch auf einer anderen Skala und in unterschiedlicher Erscheinung, ausgesetzt waren. Als Mitglied der europäischen Türken, die nicht enden wollenden Angriffen ausgesetzt sind, begehre ich auch auf gegen den Druck und gegen die Ungerechtigkeiten, denen die armenischstämmigen und griechischstämmigen Brüder in der Türkei ausgesetzt sind. Leider sind die, die trotz dem Verdienst an ihrem Land ausgeschlossen werden, auch die, die ‚draußen gelassen' werden.

In dem Interview des bekannten Zeitungs- und Fernsehjournalisten Nagehan Alci mit Ishak Alaton, dem angesehenen Geschäftsmann und Gründer der Alarko-Holding, der in der Türkei einen guten Ruf für seine Ehrenhaftigkeit hat, hatte ich die Gelegenheit, über den staatlich gelenkten Antisemitismus zu lesen. Wie sind wir in der heutigen Türkei, die den 1933 geflohenen, unterdrückten Juden die Tore geöffnet hat und sie trotz starkem Druck und unmoralischen Angeboten geschützt hat, in solch eine Lage geraten? Es hat mich traurig gemacht zu sehen, dass ein Mensch wie Ishak Alaton, der, würde man eine Liste aufstellen für ‚echte Menschen', wohl an der Spitze stehen würde, derartige Gefühle zum Ausdruck gebracht hat. Der Angriffssturm, dem er nach Erscheinen dieses Interviews ausgesetzt war, machte mich noch trauriger, da ich mich daran erinnerte, was wir als in Deutschland lebende Türken zu verschiedenen Zeiten miterleben mussten. Herr Alaton, wir, die europäischen Türken, wissen, wie bedeutend sie für dieses Land sind. Als neue Juden Europas sind wir es, die 5200000 Schicksalsgenossen, die in Europa leben, die Sie am besten verstehen. Die antisemitische Einstellung bestimmter Kreise in der Türkei sollte Sie nicht betrüben, das türkische Volk und wir, als die neuen Juden Europas, stehen hinter Ihnen.“ Von Faruk Sen


Auf folgende Veröffentlichung von Eyüp Can in der türkischen Wirtschaftszeitung „Referans“ vom 22. April 2008 reagierte Faruk Sen mit seiner obenstehenden umstrittenen Kolumne:

Ein Aufschrei von Ishak Alaton: Wacht endlich auf! In der Arbeitswelt gibt es Menschen, die wenig sprechen, aber damit viel sagen. Aber wenn sie reden, dann richtig. Manchmal sprechen sie aus Verzweiflung, manchmal, um eine Lösung zu finden oder um selbst eine Lösung zu sein. Ishak Alaton, den ich seit 15 Jahren kenne, ist so einer. Letzte Woche hat er einen persönlichen Brief geschrieben aus Anlass einer Nachricht und eines Porträtversuchs in „Referans“ von Osman Öndes, mit dem Thema „Sami Ofer hat für die Restaurierung des Museums für Marine in England 45 Millionen Dollar gespendet“. Es ist nicht meine Art, persönliche Briefe in meiner Kolumne zu veröffentlichen. Aber wenn ich mit euch nicht die Weisheit des Sami Ofer teile, aus Verzweiflung Lösungen zu finden, und seinen rührenden und ehrlichen Aufschrei, den man als Weckruf zusammenfassen kann, dann würde ich Unrecht tun. Vom Antisemitismus bis zur Feindschaft gegenüber dem ausländischen Kapital, von der Vergangenheit bis heute ist das Thema sehr empfindlich. Sein Aufschrei gilt allen, die eine Vernunft und ein Gewissen haben. Von Eyüp Can.

domingo, 23 de abril de 2017

Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Grüdung einer Bank. Brecht-brevier Zitaten.


Sätze von Systemen hängen aneinander wie Mitgliedern von Verbrechenbanden. Einzeln überwältigt man sie leichter. Man muß sie also voneinander trennen. Man muß sie einzeln der Wirklichkei gegenüberstellen, damit sie erkannt werden.

Die Leute glauben von allem eben noch Bestehenden, daß wohl ein Grund vorhanden sein müsse, daß es noch bestehe, und der Grund ist oft nur der, daß sie dies glauben

Das Denken ist zu schwer und gehört deshalb nicht zu den Vergnügen.

Irgend etwas, was dem Hörer nicht einfiel, mußte dem Behaupter wohl eingefallen sein und ihn verlaßt haben, seine Behauptung trotz ihre Unwahrscheinlichkeit aufzustellen.

Ja, renn nur nach dem Glück
doch renne nicht zu sehr
denn alle rennen nach dem Glück
das Glück rennt hinterher

In einer Zeit, wo das Kapital in seinem Verzeiflungskampf alle seine Riesemittel aufbietet, um jede ihm nütliche Vorstellung zur Wahrheit zu stempeln, ist Wahrheit in solchen Maße eine Ware geworden, ein so fragwürdiges verzwickten Ding, abhängig von Käufer un Verkaufer, wiederum von vielerlei Abhängigen, daß die Frage, was ist wahr, ohne die Frage, wem nützt diese Wahrheit, nicht mehr zu lösen ist.

Verkäufer sein [...] ist Lehrer sein

Ein Mann, der wirklich viel schuldet, genießt Ansehen

~Ehrlichkeit kann nur eine weitere Kaufmethode sein.

Sie werden merhr durch Appetit als durch Hünger gefördet

Mach´s, weil er nicht an gefährliche Dinge denkt, wenn er erschöpft ist.

Wenn das Geld weg ist, was hilf da die Gerechtigkeit?

Der Kommunismus erstrebt weniger eine teilung der freien Zeit als eine solche der Arbeit.

Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral.

Woher sollen sie denn eine Moral haben, wenn sie sonst nichts haben? [...] Meine Herren, es gibt auch eine moralishce Kaufkraft. Heben sie die Moralische Kaufkraft, dann haben [heben?] Sie auch die Moral [gehebt?].

sábado, 22 de abril de 2017

Hallo ____,

wir haben Ihr Argument auf ZEITONLINE veröffentlicht. Sie haben die Frage "Sollte die EU die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei beenden?" mit Nein beantwortet. Ihr Argument lautet:

Ich sage NEIN, weil die Möglichkeit noch existiert, dass die Türkei in der Zukunft in der EU eintretten durfen könnte. Ich sehe die heutige Situation als eine vorübergehende Schwierigkeit, die in 50 Jahre möglicherweise keine Bedeutung haben wird.